Projektergebnisse

Die Verfehlung des guten Zustands gemäß Art. 4 EG-WRRL durch zahlreiche sandgeprägte Tieflandbäche ist vorrangig auf die in der Vergangenheit durchgeführten Laufverkürzungen und Ausbaumaßnahmen mit den bekannten negativen Auswirkungen auf das morphologische Gleichgewicht und die Strukturvielfalt zurückzuführen. Die Umsetzung der im Rahmen des Teilprojekts Hunte durchgeführten strukturverbessernden Maßnahmen erfolgte daher vor dem Hintergrund einer möglichen Übertragbarkeit der gewählten Renaturierungsansätze auf andere, ähnlich belastete Gewässer im norddeutschen Tiefland.
Anhand der Maßnahme „Laufverlängerung Aschenbeck’sche Insel“, für die bereits unmittelbar nach der Umsetzung die Erfüllung wichtiger Biotopfunktionen nachgewiesen werden konnte, wurde die Möglichkeit der Realisierung eines nachhaltigen Renaturierungsansatzes unter Berücksichtigung der Erfordernisse des Hochwasserschutzes aufgezeigt. Ebenso wurde der Einbau von Totholz als kostengünstige Methode zur verbesserten Stabilisierung tiefenerodierter Gewässer bei gleichzeitig deutlicher Erhöhung der Strukturvielfalt identifiziert. Durch den Vergleich zweier Ansätze der Fließgewässerrenaturierung mit und ohne laufverändernde Wirkung und die Gegenüberstellung verschiedener Maßnahmen zur Strukturverbesserung zeigte sich zudem, dass sowohl bei ausrei-chendem Raum für die laterale Entwicklung als auch bei eingeschränkter Flächenverfügbarkeit eine wirkungsvolle Verbesserung der Struktur- und Strömungsdiversität umsetzbar ist, die deutliche positive Effekte auf die Qualitätsparameter der EG-Wasserrahmenrichtlinie hat.

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