Projektergebnisse

Einbau von Totholz in die Hunte

Die im Rahmen des Teilprojekts Hunte vorgenommene Einbringung naturraumtypischer Totholzelemente zielt neben der Verbesserung der Gewässerstruktur auf die Stabilisierung der Gewässersoh-le ab. Auf Grund steiler Ufer und zum Teil großer Wassertiefen der Hunte ist die herkömmliche Fixierung der Totholzelemente mit Pflöcken und Draht jedoch kaum möglich. Der Totholzeinbau erfolgte daher vermittels einer innovativen Methode, wobei die mit kiesgefüllten Jutesäcken be-schwerten Pappelstämme mit einem Bagger vom Ufer aus in das Gewässer eingebracht wurden (s. Abbildung 3).
Die Wirksamkeit des Totholzeinbaus im Hinblick auf die Umweltziele der EG-WRRL konnte durch das Monitoring belegt werden. Die Einbringung von Totholz bewirkte kurzfristig eine strukturelle Verbesserung mit kleinräumig wechselnden Anlandungsbereichen, Kolken, Festsubstrat und Sand-sohle bei unterschiedlichen Strömungsbedingungen. Die eingebrachten Stämme bewirkten zudem über die Reduktion der sohlnahen Fließgeschwindigkeiten eine Stabilisierung der Sohle. Die ange-wandte Einbaumethodik erwies sich in der Bilanz als kostengünstige und leicht zu realisierende Variante gegenüber der konventionellen Befestigung mit Draht und Pflöcken, die zudem eine strö-mungsgünstige Ausrichtung der Stämme am Einbauort ermöglichte. Die Abflusskapazität der Hunte wurde durch den Torholzeinbau nicht beeinträchtigt. Anhand der auf den Einbauten im Vergleich zur sandigen Sohle deutlich höheren Artenzahlen und Individuendichten des Makrozoobenthos und der Fischfauna konnte die Besiedlungsfunktion der Totholzelemente nachgewiesen werden.

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